„Das ist eine großartige Geschichte“

von Kai Müller
Heumaden Die Lokale Agenda Sillenbuch setzt sich seit zehn Jahren für Mensch und Umwelt ein. Das wurde nun gefeiert.

Volker Ruta vom Organisationsteam der Lokalen Agenda Sillenbuch wollte es nach dem Festvortrag genau wissen: „Was ist eigentlich Nachhaltigkeit?“, fragte er den Naturwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker. Der einstige SPD-Bundestagsabgeordnete musste nicht lang überlegen. Er verwies auf den Philosophen Martin Heidegger und dessen Seinsvergessenheit: „Wer gesund ist, merkt das nicht. Wer krank ist schon.“ Nachhaltigkeit werde erst dann zum Problem, wenn sie zerstört sei. „Vor mehr als 100 Jahren hat man davon noch nicht geredet“, sagte von Weizsäcker.

Ernst Ulrich von Weizsäcker

Ernst Ulrich von Weizsäcker

Die Mitglieder der Lokalen Agenda haben seit zehn Jahren die Nachhaltigkeit fest im Blick und engagieren sich in vielfältiger Weise, wie verschiedene Präsentationen auf Schautafeln zeigten. Dafür gab es am Samstag viel Lob

„Global denken, lokal handeln. Diese Maxime ist aktueller denn je“, sagte etwa der stellvertretende Bezirksvorsteher Hans Peter Klein bei der Festveranstaltung im evangelischen Gemeindezentrum Heumaden-Süd. Es sei beeindruckend, was die Lokale Agende-Gruppe alles auf die Beine gestellt habe.

Eckhard Philipsen, ein Mann der ersten Stunde, blickte auf die vergangenen zehn Jahre zurück. Viele Projekte wurden angestoßen und danach weiter unterstützt. Egal, ob es um die Brandschutzerziehung in Kindergärten, umweltfreundliche Energien oder Flüchtlinge geht. Zwölf Arbeitskreise gibt es derzeit. „Nicht alles, was wir angepackt haben, ist aber auch geglückt“, sagte Philipsen. So sei das Projekt Interimsbücherei bislang am Geld gescheitert und der Weltladen musste im Februar dieses Jahres wieder schließen. Doch auch mancher Erfolg wurde gefeiert: Etwa die Wir-tun-was-Aktion, bei der es um ein umweltgerechtes Handeln in Privathaushalten geht. Der dafür entwickelte Leitfaden wird mittlerweile vom Umweltministerium für ähnliche Projekte empfohlen. Ans Aufhören denkt die Lokale-Agenda-Gruppe ohnehin nicht. Das Organisationsteam wurde erweitert, und Philipsen stellte am Samstag klar: „Wir machen weiter so.“ Das hörte auch von Weizsäcker gern: „Das ist eine großartige Geschichte.“ Gerade auf lokaler Ebene sei es wichtig, dass es Menschen gebe, die sich für die Umwelt und das Schicksal ihrer Kinder- und Kindeskinder einsetzten. „Ohne sie alle würde sich nichts bewegen“, lobte der Festredner.

Grund zur Freude hatte an diesem Tag auch Alfred Krämer. Er hatte beim Pumpentausch-Projekt der Lokalen Agenda und des Vereins Kommunale Stadtwerke mitgemacht. Da der Sillenbucher die älteste Umwälzpumpe auswechseln ließ – sie stammte aus dem Jahr 1963 – bekam er die Kosten dafür ersetzt.

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Festveranstaltung 10 Jahre Lokale Agenda Sillenbuch

Am 29.Oktober 2011 ab 15 Uhr findet die Festveranstaltung zum 10-jährigen Jubiläum der Lokalen Agenda Sillenbuch statt im Ev.Gemeindezentrum Heumaden Süd in der Bockelstr.125.
Als prominenter Gast wird Ernst-Ulrich von Weizsäcker zum Thema „Nachhaltiges Handeln für mehr Lebensqualität“ reden mit anschließender Diskussion.

Der Liedermacher Thomas Felder wird für musikalische Unterhaltung sorgen.

Die Arbeitskreise der Lokalen Agenda werden auf Infoständen Ausschnitte aus ihrer Arbeit zeigen und für Gespräche zur Verfügung stehen.

Zum Schluss wird ein Imbiß gereicht.

Alle Bürger von Sillenbuch sind herzlich eingeladen

Das Plakat zur Veranstaltung kann hier angesehen werden (PDF 1MB)

Interessant: Der Eichenhain Sillenbuch

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Das Naturschutzgebiet „Am Eichenhain“ zeichnet sich insbesondere durch die Vielfalt in seinen charakteristischen Bestandteilen aus. Man findet hier Einzelbäume, vor allem Alteichen, Gebüsch- und Baumgruppen, der begrenzenden Hainbuchenhecke, den ungestörten Ufergehölzen des Kleinhohenheimer Baches und der Klingen, sowie den offenen Magerrasen und Wiesenflächen. Der „Eichenhain“ ist somit sowohl stadtnahes Erholungsgebiet von besonderer Schönheit, wie auch Lebensraum für zum Teil seltene Pflanzen und Tierarten und ihren speziellen Ansprüchen an den Naturhaushalt. Das Naturschutzgebiet umfasst eine Fläche von rund 34,2 ha.

(Quelle: Landeshauptstadt Stuttgart)

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