Lohnt sich trotz der kontinuierlichen Reduzierung der Einspeisevergütung für selbst erzeugten Solarstrom eine eigene Photovoltaikanlage noch ?

Aktuell wird die eingespeiste Kilowattstunde Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für Dachanlagen mit maximal installierter Leistung bis 10 kWh mit 18,54 Ct vergütet. Diese Vergütung sinkt monatlich, im Oktober z.B. auf 18,36 Ct. Gleichzeitig sind die Erstellungskosten für eine PhV-Anlage stark gesunken und betragen ca. 2000 € pro installierter Leistung von 1kWpeak. Da die Kilowattstunde Strom beim Energieversorger aber im Moment  ca. 25 Ct kostet ist es für die Kalkulation der Rendite einer entsprechenden Investition von großer Bedeutung, wieviel Strom der Solaranlage unmittelbar selbst verbraucht werden kann.

Für jede selbst verbrauchte kWh Solarstrom spart der Verbraucher also momentan 25-18 = 7 Ct. Diese Differenz wird größer mit der Zeit, da die Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert ist während der Strompreis steigen wird.

Bisherige PhV-Anlagen haben in der Regel den Eigenverbrauch  nicht vorgesehen, da die Einspeisevergütung entsprechend hoch war. Neue Installationen sollten die entsprechenden Voraussetzungen aber unbedingt berücksichtigen. Die notwendigen zusätzlichen Installationen sind technisch nicht kompliziert, müssen aber jeweils vor Ort mit dem Installateur genau besprochen und kalkuliert werden. Die unter dem folgenden Link abgelegte  Skizze gibt eine Vorstellung davon, wie so eine Installation im Prinzip aussieht.

Konfiguration Eigenverbrauch von Solarstrom

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass man über das Jahr gesehen bis zu 30% des erzeugten Stroms selbst verbrauchen kann. Voraussetzung: man muss versuchen, seinen Verbrauch wo weit wie möglich an die entsprechenden Zeiten der eigenen Stromerzeugung anzupassen ohne dabei den sparsamen Umgang mit Energie aus dem Auge zu verlieren.